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100 Jahre KGS St. Urbanus Winden

 

 

 

 

Festabend mit Festakt in der Festhalle Kreuzau
 

Auszeichnung: „Schule aktiv für UNICEF“

 

„Wenn man feiert, lädt man sich Gäste und liebe Freunde ein!“

Zum 100 jährigen Bestehen des Schulgebäudes hatte die Kath. Grundschule St. Urbanus Winden viele Gäste und Freunde eingeladen. So konnten Rektor Manfred Franz und sein Kollegium Vertreter der Politik und Verwaltung der Gemeinde Kreuzau, Schulamtsdirektoren, Abordnungen von Vereinen und Institutionen, Vertreter der Kath. Kirche, der UNICEF-Kreisgruppe Düren, Eltern und ehemalige Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen zum Festabend in der Festhalle Kreuzau begrüßen.

 

 

In seiner Begrüßung ging Rektor Franz noch einmal kurz auf die geschichtliche Entwicklung ein. Das aktuelle Schulgebäude (Altbau) ist bereits das 3. Windener Schulhaus, weil die Kapazitäten der beiden vorherigen Gebäude nur einige Jahrzehnte ausreichten. Aber auch der Jubilar hat in seinen 100 Jahren des Bestehens 2 Erweiterungen erfahren. Zunächst 1956/57 die 1. Erweiterung mit 2 Klassen und einer Aula und im Jahre 1992 ein Anbau von 2 Klassen, Lehrerzimmer, Mehrzweckraum, Schülerbücherei und Innentoiletten. Die Ausstattung ist nun so, dass alle Klassen „ihren“ Raum haben und Provisorien wie Kellerklassen und Klassen in der Aula ausgedient haben. Mit Blick auf die Zukunft prognostizierte Rektor Franz: Vielleicht setzt sich dieser Zyklus fort und wir können in nicht allzu ferner Zeit wieder eine Erweiterung für die Erfordernisse einer Ganztagsgrundschule einweihen.

 

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Elisabeth Pütz betonte, dass die Schule in Winden auf eine lange pädagogische Tradition zurückblicken könne, und sich dabei ihr eigenes pädagogisches Profil bewahrt und stets weiter entwickelt habe. „Ziel der ihr wirkenden Pädagogen war und ist es, die ihnen anvertrauten Kinder nach ihren Begabungen, Neigungen und Fähigkeiten zu fördern. Dies gelingt Ihnen in Winden in vorbildlicher Weise seit Generationen.“

 

 

Weiter hob sie hervor, dass der gute Ruf der Schule das Ergebnis der Arbeit einer engagierten Schulgemeinde sei und sprach Rektor Franz, allen Lehrerinnen und Lehrern, dem Förderverein, der Elternschaft und den Schülerinnen und Schülern ihren Dank aus.

 

„Tradition pflegen“, so sagt ein Wort aus Frankreich, „heißt nicht, Asche aufbewahren, sondern Glut am Glühen halten.

 

Ich ermuntere Sie alle, Ihre Schulgemeinschaft in diesem Sinne zu erhalten und zu pflegen.“

Schulamtsdirektor Norbert Greuel ging in seinem Grußwort auf die aktuelle bildungspolitische Situation und die neuen Anforderungen und Herausforderungen ein, denen sich die Grundschulen zu stellen habe. In diesem Zusammenhang lobte er das hohe Niveau der in Winden geleisteten pädagogischen konzeptionellen Arbeit, von der er sich persönlich im letzten Jahr im Zuge der Überlegungen zur Neuen Schuleingangsphase habe überzeugen können.  

 

 

Die Schulpflegschaftsvorsitzende, Frau Luz-Sander hob in ihrem Grußwort besonders die hervorragende vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen hervor. So hätten die Eltern auch bei der Schulprogrammarbeit wesentlich mit zum Profil der Schule beigetragen. Das aktuelle Engagement in der Schülerbücherei, als Elternlotsen, bei der Vorbereitung von Feierlichkeiten, aber auch als Projektleiter/innen bei Projektwochen usw. sei Ausdruck der Arbeit „auf gleicher Augenhöhe“.  

 

 

In seiner Festrede ging Rektor Manfred Franz dann besonders darauf ein, was die Windener Grundschule eigentlich ausmacht: „Unseren Leitideen haben wir ein Bild vorangestellt, das besonders deutlich und eindrucksvoll beschreibt, wie wir uns Schule vorstellen. Es ist das Bild von den „3 vereinten Händen“. Schüler, Eltern und Lehrer gestalten gemeinsam „ihre Schule“ und fühlen sich auch gemeinsam verantwortlich für „ihre Schule“ und das Schulleben zum Wohle der Kinder.“

 

 

Rektor Franz lobte besonders das nicht nachlassende Engagement der Eltern und des Fördervereins.

 

Eine zweite Leitidee ist so formuliert: „Wir nehmen jedes Kind so an wie es ist. Jedes Kind ist einzigartig und verdient die bestmögliche Förderung.“ Eine dritte Säule des Erfolgs sah Rektor Franz in der Atmosphäre. Sie sei ein eminent wichtiger Faktor für die Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte und strahle auf die Kinder aus. „Wer gerne seiner Arbeit nachgeht, bringt auch viel rüber. Die Effektivität wächst.“

 

Im weiteren Verlauf seiner Rede ging Rektor Franz auf die Nöte und Probleme unmittelbar nach dem Krieg ein, als der Unterricht im Hause der Lehrerin Rosa Schubert stattfand und diese um einen Bezugschein für eine elektrische Birne bitten musste, damit Unterricht überhaupt stattfinden konnte, denn alle Kerzen waren aufgebraucht. „Welch andere Qualität haben da unsere heutigen Probleme und Nöte.“

 

Zum Schluss ging Rektor Franz noch auf die jüngsten Anforderungen an Grundschulen ein, denen das Kollegium mit einem in vielen Jahren entwickelten Lehrerleitbild

 

„Wurzeln geben und Flügel verleihen!“

 

begegnen möchte: 

 

Lehrer/in sein verstehen wir als eine große Aufgabe, eine der wichtigsten, der Gesellschaft verpflichteten Professionen.

Lehrer/in sein ist eine Berufung und alles andere als ein leichter Beruf.

Lehrer/in sein bedeutet für uns:

  • Unterrichtliche und erzieherische Verantwortung wahrzunehmen, Tugenden und gesellschaftliche Werte auf christlicher Grundlage zu vermitteln sowie soziale Kompetenzen zu entwickeln

  • Selbst Vorbild zu sein

  • Wissen zu vermitteln, aber auch Wege aufzuzeigen, wie man sich selbstständig Wissen erschließt

  • Lerngelegenheiten zu schaffen, individuelle Lern- und Förderpläne erstellen und individuelle Lernwege koordinieren und lenken zu können

  • Freude zu vermitteln an Lernen und Leistung

  • Neugier und Wissbegierde zu wecken und zu erhalten

  • Kinder zu unterstützen, eine individuelle Persönlichkeit auf demokratisch-christlicher Grundlage herauszubilden

  • Kulturelle Identität zu vermitteln aber auch Internationalität zu fördern

  • Verantwortung zu übernehmen für die Leistungen, die in und mit der Schule erreicht werden sollen

Lehrer/in sein bedeutet für uns aber auch:

  • Mit den sozialen Schwierigkeiten der Gesellschaft konfrontiert zu werden und integrierend zu wirken

  • Lehren und Erziehen als Teamarbeit zu begreifen, als Teamarbeit mit anderen Lehrer/innen, mit den Eltern und mit anderen Mitstreitern wie Vereinen, sozialen Einrichtungen und gesellschaftlichen Organisationen

  • Sich mit gesellschaftlichen Veränderungen auseinander zu setzen und die ständige Weiterentwicklung der eigenen pädagogischen Tätigkeit als professionellen Auftrag zu begreifen.

 

Die Schule sieht diesen Herausforderungen mit Interesse, aber auch mit großem Selbstbewusstsein entgegen und stellt sich ihnen unter der Prämisse:

 

„Offen für Veränderungen – aber auch bewahren des Guten!“

 

Im Rahmen des Festaktes wurde die KGS St. Urbanus Winden dann noch von UNICEF als „Schule aktiv für UNICEF“ ausgezeichnet. Sie ist damit die 5. Schule in Deutschland und die 1. Grundschule, die diese Auszeichnung erhielt. Frau Carmen Creutz von der UNICEF-Kreisgruppe Düren würdigte das große Engagement der Schule seit mehr als 12 Jahren mit immer neuen Aktivitäten. Aktuelle Aktion: Die Musicalaufführung anlässlich des Jubiläums am Samstag, dem 25.06.2005 wurde live auf CD aufgenommen und wird zum Verkauf angeboten. Der Erlös kommt wiederum UNICEF zugute.

 

 

Für hervorragende musikalische Unterhaltung sorgte bis weit nach Mitternacht die Cover-Band „Feedback“ mit den Sängerinnen Nadine Pinell und Sandra Schmidt, beide Lehrerinnen an der Grundschule Winden.  Als Gäste traten ebenfalls die „Echte Fründe“ aus Winden auf, die in der Grundschule ihren Probenraum haben.

 

  

 

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Musical-Aufführung: "Ich bin ich und du bist du!"

 

  

 

„Irgendwas kann jeder gut“, singt der Schulchor zu Beginn. Und dass Singen auch dazu gehören kann, zeigen die Kinder der Musical-AG der KGS St. Urbanus Winden eindrucksvoll.

In zwei Akten wird die Geschichte von Tom und seinen Freunden erzählt. Jeden Tag treffen sie sich in einem Schuppen, den Tom von seinem Großvater geschenkt bekommen hat, und haben immer allerlei zu bereden. Auch ihren Kummer teilen die Freunde miteinander.

So will der kleine Max auswandern, weil seine Eltern in Scheidung leben, und Phines Bruder Moritz schämt sich wegen seiner Brille.

Als mit Anna eine neue Schülerin in die Klasse kommt, ändert sich das Denken der Freunde. Denn Anna ist an den Rollstuhl gefesselt und trotzdem lebensfroh und lustig.

Sensibel und auf kindgemäße Weise behandelt das Musical die Probleme von Schulkindern. Im Laufe des Stücks erfahren die Kinder, dass jeder etwas an sich hat, was er lieber verstecken würde und es nur darauf ankommt, wie man damit umgeht.

Denn jeder ist einzigartig und hat Stärken wie Schwächen.

 

 

Dieses Musical wurde am 25.06.2005 von vielen Kindern der Kath. Grundschule St. Urbanus Winden in der Festhalle Kreuzau vor 500 Zuschauern mit großem Erfolg aufgeführt.

Es wurde ein Live-Mitschnitt erstellt, der dann auf CD übertragen wurde. Hörbeispiele können Sie hier herunterladen.

 

Diese CD ist nun zum Preis von 7,50 € in der Schule (siehe unter Kontakt) zu erwerben. Der Erlös geht komplett an UNICEF zur Unterstützung von Schulprojekten.

Mit dem Kauf dieser CD bereiten Sie also nicht nur Ihren Kindern eine Freude, sondern sorgen auch mit dafür, dass die ärmeren Kinder auf dieser Welt eine grundlegende Schulausbildung erhalten können.

 

An dieser Stelle können Sie sich auch Hörbeispiele im *.mp3-Format herunterladen (Größe je ca. 1 MB)

 

 

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Am Samstag, dem 02.7.2005 in der Zeit von 13.30 Uhr – 18.00 Uhr klangen die Feierlichkeiten mit einem Schulfest aus unter dem Motto:

 

„100 Jahre – Kinder wie die Zeit vergeht!“  

 

Die Schule rief und eine Rekordanzahl an Besuchern kam. Das Schulfest zum 100jährigen Jubiläum wurde zum Ereignis für Jung und Alt.

 

Den Auftakt machte die im Oktober 2004 neu gegründete "Streicherklasse". Ihr Auftritt wurde mit riesigem Beifall bedacht. Begleitet von dieser musikalischen Einstimmung folgte die offizielle Einweihung und Einsegnung des neuen großen Spielgerätes auf dem Schulhof.

Die Fördervereisvorsitzende, Frau Berens von Rautenfeld, freute sich riesig, dass es gelungen war, dieses großartige Geburtstagsgeschenk überreichen zu können. Sie dankte besonders allen Eltern und den beteiligten Firmen, die den Aufbau mit viel Eigenleistung realisiert hatten. Mit Kosten von insgesamt ca. 13.000 Euro war dies die höchste Investition, die der Förderverein jeweils getätigt hat. Die Kinder konnten es kaum erwarten, das Gerät in Besitz zu nehmen.

 

  

 

In lockerer Folge folgten auf und vor der großen Bühne viele Aufführungen verschiedener Schülergruppen. Als weitere Gäste hatten es sich die weithin bekannt Windener Mundartband "Echte Fründe" und die in Winden ansässige Ballettschule Pahlke sowie die Juniorentanzgruppe der Karnevalsgesellschaft "Wendene Seempött" nicht nehmen lassen, sich in bester Feierlaune zu präsentieren. Alle trugen dazu bei, dass die Gäste gut gelaunt bei schönem Wetter die Aufführungen genießen konnten.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Aufführung der Theatergruppe "Klaviertheater Santa" (die aus München und Stuttgart angereist waren) mit dem Stück "Das Leben des Johann Sebastian Bach". Den Zuschauern wurde das schillernde Leben des Musikers auf unterhaltsame Weise nahe gebracht. Die nicht nachlassenden "Zugabe"-Rufe zeigten, dass die Schauspieler die Herzen der Anwesenden erreicht hatten.

 

Neben den "offiziellen" Gästen konnten wir viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen, aber auch viele, die die Schule selbst einmal besucht hatten und sich immer noch mit ihr verbunden fühlen, begrüßen. Sie alle zeigten sich sehr interessiert, wie die Schule sich entwickelt hat.

Zum Schluss bedankte sich Rektor Manfred Franz noch einmal bei allen, die zum Gelingen der Jubiläumsfeierlichkeiten beigetragen haben. Das Schulfest war ein würdiger Ausklang!

 

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